Von La Fortuna hinein in den Jungle – Dreamsea Surfcamp

12.10.2017

Unsere Busfahrt verlief zur unserer Überraschung total problemfrei, war jedoch extrem langwierig. Von La Fortuna ging es über eine sehr kurvenreiche Straße an einem riesigen See vorbei. Wunderschöne Aussicht auf einen blau-grün schimmernden See, den man mit einer Handykamera bei voller Fahrt sehr schlecht einfangen kann.

Von La Fortuna führt uns der Bus nach Tilaran, von dort aus geht es in einem anderen Bus direkt weiter nach Cañas. Dort warten wir nur 20 Minuten auf den Bus nach Liberia. In Liberia angekommen müssen wir zum ersten Mal in Costa Rica ein Busticket am Schalter kaufen. Alle anderen Busfahrten werden direkt beim Fahrer bezahlt. In Liberia haben wir eine Stunde Zeit zum umsteigen, die wir damir verbringen in den nahe gelegenen Supermarkt zu gehen und Mango zu essen. Am Bahnhof werden wir von sehr vielen Verkäufern, Bettlern, Touristenguides und Taxifahrern angesprochen. Wir lehnen alles dankend ab, wir wollen heute ja noch weiter nach Tamarindo.

Unser letzter Bus ist eher ein Wrack auf Rädern als ein Bus. Der Bus ist uralt, verrostet und hält an jeder Milchkanne, die Fahrt dauert also ewig….
Um 16.00 kommen wir nach insgesamt 8 Stunden an. Streckenlänge: 200km. In Tamarindo angekommen suchen wir zunächst einen Geldautomaten auf und laufen anschließend zum Camp. Zwar kann man sich aus Tamarindo auch abholen, nach 8 Stunden Busfahrt tut ein kleiner Spaziergang aber auch echt gut. Der Weg führt mitten in den Jungle, und nach ca 40 Minuten laufen kommen langsam Zweifel auf, ob wir hier noch richtig sind. Laut Google-Maps ja, also laufen wir weiter. Und siehe da: Wir sind richtig! Ein hölzerner Zaun und bunte Schilder zeigen uns den Weg zum Camp. Vor Ort treffen wir lediglich drei Leute an, der Rest ist zum Strand surfen 😊 Unseren Checkin übernimmt Bruno, der hier seit einigen Monaten lebt und sowas wie der Freiwilligen-Boss ist. Er koordiniert die Arbeit. Für 3 Wochen inklusive Essen zahlen wir 624$. Klingt erstmal viel, aber wir haben unser eigenes Zelt, Essen und kostenlosen Transport zum Strand.

Unser Zelt stand beim großen Sturm vor einigen Tagen leider komplett unter Wasser. Wir bekommen jedoch eine frische Matratze, Bettlaken und Kissen, eine Lampe und einen Ventilator. Ob das Zelt jedoch komplett trocken wird bleibt fraglich. Die Luftfeuchtigkeit hier ist so hoch, dass nichts gescheit trocknet und auch elektronische Geräte schnell den Geist aufgeben. Unsere Handys und das Ipad lagern wir deshalb für die nächsten drei Wochen in einer dicken Packung Reis. Da alle mit der hohen Luftfeuchtigkeit zu kämpfen haben, finden wir das nicht weiter schlimm. Übrigens: Wir sind die einzigen Freiwilligen, die nicht im großen Schlafsaal schlafen. Dort schlafen alle 18 anderen Freiwilligen, nur Anja und ich haben ein Zelt. 😊

Die Beschreibung, dass man mitten im Jungle wohnt passt deutlicher als wir angenommen haben. Über uns brüllen quasi durchgehend ziemlich große Affen. Die wohnen über uns in den Baumkronen, kommen laut Bruno jedoch nur sehr selten auf den Boden hier. Ansonsten gibt es hier Schlangen, Papageien, Mücken (😩) und jede Menge kleine Krabbel- und Fliegeviecher.

Als am Abend die anderen vom Strand wiederkommen füllt sich das Gelände. Insgesamt sind wir 20 Freiwillige. Es gibt ein sehr leckeres gemeinsames Abendessen, anschließend werden abreisende Gäste verabschiedet und neue willkommen geheißen. Wir müssen uns also kurz vorstellen (mit vorstellungstanz), anschließend organisiert Bruno die Aufgaben für die kommenden Tage. Zwischen 8.30 Uhr bis ca. 10 Uhr wird hier nämlich „gearbeitet“. Meine Aufgabe morgen ist es die Blätter zusammen zu haken und die Bar zu putzen. Anja wurde für das Kochteam des Abendessens eingeteilt. Alles scheint hier sehr locker organisiert zu sein, mit einer klaren Struktur des Tages.
Wir sind gespannt, wie es hier so wird in den nächsten drei Wochen 😊.

PS: Bessere Bilder folgen noch, leider wurde es sehr früh dunkel, gestern. Die Affen lassen sich auch eher schlecht fotografieren, aber vielleicht gelingt es uns ja doch 😊

 

2 Kommentare bei „Von La Fortuna hinein in den Jungle – Dreamsea Surfcamp“

  1. Mechthild Bäumer sagt: Antworten

    Hallo Lukas und Anja, habe gerade euren Blog gefunden und bin völlig begeistert ,schon bei dem ersten Eintrag von euch. Ihr scheint dort wirklich toll etwas zu erleben.
    Die Landschaft, die Tiere, die Architektur, die Menschen, das Klima, … alles Super!!!! Icheck gönne es euch und beneide euch gleichzeitig.
    Ich war vor 27 Jahren nur 2 Monate in Brasilien, auch im Hinterland. Es war die schönste, aufregendste und mich prägenste Zeit in meinem Leben und deshalb gehe ich jetzt immer so mit denen mit die so etwas erleben dürfen. Haltet weiter die Augen auf und saugt die schönen Moment in euch auf. Ganz viel Glück und Freude und genießt weiter eure Zeit Mäggy

    1. Hey Mäggy! Schön von dir zu hören und danke für die liebe Nachricht hier 😉 Uns geht es super und wir genießen die Zeit. Zur Zeit sind wir in Honduras und fahren morgen auf die Insel Utila um dort zu tauchen. LG Anja & Lukas

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